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Apricum Statement zur aktuellen Diskussion um die Solarförderung

Berlin, 16.10.09 – Derzeit wird wieder heftig kritisiert, dass die deutsche Förderpolitik für die Solarbranche wenig zielführend sei und jährlich gigantische Kosten in Milliardenhöhe verursache. Dem widerspricht Apricum Geschäftsführer Nikolai Dobrott. Die Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz sei richtig gewesen und werde heute von anderen Ländern nachgeahmt, doch jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, die Förderpolitik an die Entwicklung des Marktes anzupassen. Dobrott war unter anderem als Director Renewable Energies and Resources bei Invest in Germany, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland, wesentlich am Auf- und Ausbau des Erneuerbare Energien Standortes Deutschlands beteiligt.

Unter dem Titel „Gabriels Solarpolitik hinterlässt Milliarden-Schuldenberg“ berichtete Spiegel Online Ende letzter Woche, dass die Solar-Subventionen der Großen Koalition die deutschen Steuerzahler langfristig etwa 27 Milliarden Euro kosten werden. Die Kosten tragen die Verbraucher, und das noch über die nächsten 20 Jahre, denn so lange wird die Solarvergütung gesetzlich garantiert. Dabei sei der Nutzen minimal - Sonnenenergie trage mit unter einem Prozent fast nichts zur Stromerzeugung in Deutschland bei.

„Ich kann mich der Argumentation des Spiegel-Artikels nicht anschließen und warne auch vor einer vorschnellen Verurteilung der deutschen Subventionspolitik“, so Nikolai Dobrott, Geschäftsführer von Apricum - The Cleantech Advisory. „Volkswirtschaftliches Ziel Mitte der 90er Jahre war es, in einem exportorientierten Hochlohnland ohne eigene nennenswerte Energiereserven und in der strukturschwachen Region Ostdeutschland eine international wettbewerbsfähige Zukunftsindustrie aufzubauen. Dieses Ziel wurde bis heute sehr erfolgreich umgesetzt.“ Deutschland sei mit der Subventionierung nach EEG den richtigen Weg gegangen, es habe damit eine Industrie mit guten Startvoraussetzungen und mittel- und langfristig hohem Wachstumspotenzial gefördert. Jeder Unternehmer agiere so: Er investiert in Märkte mit hohem Wachstumspotenzial.

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